Herstellung einer Bronzeskulptur

1. Das Plastilinmodell

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Planung & Konzeption

Das Plastilinmodell benötigt eine Armierung aus Metall und Holz zur Stabilisierung der weichen Modelliermasse.

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Die Armierung

Die Armierung muss maßstabgenau geplant und umgesetzt werden. Zu berücksichtigen ist hierbei eine Schwindung beim Guss von ca. 4%.

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Das Grundgerüst

Die Mittelstütze wird an der Bodenplatte verschraubt. Die Metallarmierung zwischen den Holzplatten ist t-förmig aufgebaut.

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Metall und Holz

Die Metallarmierung mit den daran befestigten Holzplatten als Detailaufnahme.

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Armierung Hals und Kopf

Hals und Kopf werden aus Holzplatten ausgesägt und montiert.

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Armierung Kopf

Durch Einsatz eines Winkeleisen kann der Kopf leicht schräggestellt werden.

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Armierung der Beine

Die Beine des Hundes werden aus Vierkanteisen zurechtgebogen.

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Lochbänder

Mittels Lochbändern werden die Beine an der Bodenplatte befestigt.

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Befestigung der Beine

Die Vorder- und Hinterbeine werden angeschraubt.

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Armierung der Beine

Die Beine sind nun armiert und an der Bodenplatte befestigt. Jetzt ist die Rute an der Reihe.

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Rute

Die Rute wird ebenfalls aus Vierkanteisen gebogen und mittels Lochbändern befestigt.

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Drahtwicklung

Rute und Beine mit Draht umwickeln, damit das Plastilin später besser haftet und nicht nach unten rutscht.

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Die Ohren

Auch die Ohren erhalten eine Armierung aus Lochband.

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Metallkreuze

Haltekreuze können aus Metall oder Holz hergestellt werden.

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Metallkreuze anbringen

Metallkreuze an allen senkrechten Flächen anbringen.

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Der Plastilinauftrag

Die Haltekreuze verhindern ein Abrutschen der Modelliermasse an den senkrechten Flächen.

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Das Modellieren

Eine erste Schicht Plastilin wird sorgfältig aufgetragen und fest angedrückt.

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Die erste Schicht

Ein Klopfholz eignet sich gut um die Modelliermasse zu verdichten und die Grundformen anzulegen.

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Ausarbeitung der Details

Nachdem die Grundformen definiert wurden kann mit der Ausarbeitung der Details begonnen werden.

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Die Pfoten

Die Anatomie ist trotz des dicken Fells immer noch deutlich zu erkennen.

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Der Kopf

Glatte Formen stehen im Kontrast zu den zerklüfteten Formen der Fellstruktur.

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Arbeitsweise

Die Skulptur, beim Arbeiten stets von allen Seiten und Richtungen betrachten!
Dabei das große Ganze nicht aus den Augen verlieren!

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Fellwirbel

Haarverläufe und Wirbel genau studieren und in die Arbeit mit einfließen lassen.

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Korrekturen

Zu diesem Zeitpunkt sollten alle größeren Korrekturen bereits erfolgt und abgeschlossen sein.

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Details

Die Detailarbeiten sind abgeschlossen.

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Das fertige Modell

Das Plastilinmodell ist fertig.

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Das Modell geht nun in den Bronzeguss

Weiter geht es mit der Herstellung der Negativform für den Guss.

Herstellung einer Bronzeskulptur

2. Die Negativform

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Die Silikonform

Die Negativform besteht jeweils aus einer elastischen Silikonform und einer mehrteiligen Stützform aus Polyester mit Glasfaserverstärkung (GFK).

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Das Silikon

Ausgewählt wurde ein Silikon mit guter Elastizität und Reißfestigkeit, geeignet für Formen mit tiefen Hinterschneidungen.

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Der Silikonauftrag

Das Silikon für die erste Schicht etwas flüssiger einstellen und mit einem feinen Pinsel sorgfältig in die Vertiefungen einarbeiten.

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Die erste Schicht Silikon

Schon bei der ersten Schicht einen Flansch auf der Bodenplatte anlegen.

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Die Armierung

Die Armierung beim Silikonauftrag mit einbeziehen, so wie ein fünftes Bein behandeln.

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Schicht für Schicht

Das Silikon wird Schicht für Schicht aufgetragen, bis eine Wandstärke von gut 1 cm erreicht ist.

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Flansche

Auf der Bodenplatte müssen Flansche aus Silikon gefertigt werden.

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Nahtdopplungen

An den späteren Schnittstellen müssen Nahtdopplungen mit Silikon aufmodelliert werden.

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Silikonkeile

Ein entnehmbarer Silikonkeil zwischen den Vorderbeinen füllt die Hinterschneidungen auf.

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Trennwände

Trennwände zur Herstellung der Stützform werden aufgezeichnet und ausgesägt.

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Metallwinkel

Winkel aus Metall dienen zur Befestigung der Trennwände am Modell.

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Trennwände

Die Trennwände sind zur Montage vorbereitet.

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Trennwände

Die Trennwände sind inzwischen fest mit Metallwinkeln am Modell montiert.

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Formkeile

Mit Formkeilen aus Hartstyropor werden die Hinterschneidungen aufgefüllt.

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Styroporschneider

Mit einem Styroporschneidegerät können die Platten leicht in Form gebracht werden.

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Formkeile montieren

Die Formkeile anpassen und montieren.

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Formkeile anpassen

Durch die strukturierte Oberfläche hält der Gips später besser am Styropor.

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Gipsen der Formteile

Die Formkeile werden mit Gips verspachtelt und in Form gebracht.

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Formkeile

Die Formkeile sind nun fertig. Jetzt kann mit der Stützform begonnen werden.

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Werkzeuge

Zur Herstellung der Stützform werden diverse Hilfsmittel und Arbeitsschutz benötigt.

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Die Stützform

Die Stützform wird aus Polyester hergestellt, welches mit Glasfaser verstärkt wird (GFK).

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Linkes Teil der Stützform

Schicht für Schicht die Glasfasermatten mit Polyester laminieren, bis eine Wandstärke von ca. 8 mm erreicht ist.

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Trennwände

Die Trennwände werden entfernt. Der vordere Formkeil wird ebenfalls entfernt, während der hintere Formkeil stehen bleibt.

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Formkeile

Der hintere Formkeil wird ergänzt. Ein Auftrag von Trennmittel verhindert, dass die Formhälften miteinander verkleben.

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Rechtes Teil der Stützform

Auch das rechte Seitenteil der Stützform wird nun Schicht für Schicht mit GFK laminiert.

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Hinteres Teil der Stützform

Der hintere Formkeil wird entfernt. Jetzt kann mit der hinteren Stützform begonnen werden.

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Bohrungen

Zwei Bohrungen setzen. Sie dienen zur Fixierung des Silikonkeils in der Negativform.

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Rohre

Rohre durch die Bohrungen schieben.

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Silikonkeil

Ein Keil aus Silikon wird eingesetzt. Gut aushärten lassen.

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Die hintere Stützform

Jetzt kann die hintere Stützform laminiert werden.

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Die fertige Stützform

Die hintere Stützform ist nun fertig laminiert.

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Bohrungen

Vor dem Auseinandernehmen werden Bohrungen gesetzt.

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Entformen

Die Stützform kann nun entformt werden.

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Die Stützform

Zum Versäubern die Stützform wieder zusammensetzen und gut verschrauben.

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Die fertige Negativform

Nach dem Begradigen und Schleifen der Kanten mit dem Winkelschleifer ist die Stützform fertig.

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Die Silikonform

Die Silikonform an den Nahtdopplungen auftrennen und wieder in die Stützform einlegen.

Herstellung einer Bronzeskulptur

3. Der Bronzeguss

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Die Negativform

Die Negativform steht zur Anfertigung der Wachsabgüsse bereit.

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Das Wachspositiv

Mittels einer Rotationsgussmaschine kann das Wachspositiv innen hohl gegossen werden.

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Die Wachsabgüsse

Beim Wachsausschmelzverfahren wird für jede Bronzeskulptur ein Wachsabguss benötigt.

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Die Vorgehensweise

Beine, Körper und Rute werden getrennt in Bronze gegossen und später wieder zusammengeschweißt.

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Die Gussformen

Die Einzelteile des Wachsabgusses werden in feuerfestes Material eingebettet.

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Die Gussformen

Das Wachs wurde aus den Gussformen herausgeschmolzen. Der Bronzeguss kann beginnen.

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Der Schmelzofen

Die Bronze wird im Schmelzofen bei ca 1000°C geschmolzen.

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Der Schmelztiegel

Die Bronze ist geschmolzen. Der Schmelztiegel kann nun aus dem Ofen geholt werden.

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Der Schmelztiegel

Vorsichtig wird der Schmelztiegel aus dem Ofen gehoben.

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Die Gießvorrichtung

Der schwere, glühende Tiegel, gefüllt mit flüssiger Bronze, wird in eine Gießvorrichtung eingespannt.

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Der Bronzeguss

Vorsichtig aber zügig wird die 1000°C heiße Bronze in die Formen eingefüllt.

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Die Luftkanäle

Deutlich zu erkennen sind hier die Luftkanäle, durch welche die flüssige Bronze nach oben austritt.

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Der Bronzeguss

Die Einzelteile der Bronzeskulpturen sind bereits zusammengesetzt.

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Der Bronzeguss

Hier eine Nahaufnahme der noch nicht patinierten Bronzeskulptur.

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Gewinde

An den Beinen werden Gewinde angeschweißt. Durch Gewindestangen kann die fertige Bronzeskulptur am Aufstellungsort mit dem Sockel fest verschraubt werden.

Herstellung einer Bronzeskulptur

4. Die Patinierung

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Der Bronzeguss

Die Patinierung der Bronzeskulptur kann beginnen.

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Das Schwefelbad

Die Skulptur erhält zunächst ein Schwefelbad.

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Das Schwefelbad

Die Schwefelmischung muss überall gleichmäßig angegossen werden.

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Die Patinierung

Die Schwefelmischung in diesem Fall nur kurz einwirken lassen.

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Einwirkungszeit

Hier eine Detailaufnahme des ersten Arbeitsschrittes.
Das Patinieren einer Bronzeskulptur verlangt viel Fachwissen und langjährige Erfahrung.

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Das Wasserbad

Durch ein Wasserbad wird der Patinierungsprozess gestoppt.

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Die Patinierung

Verschiedene Chemikalien in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen werden aufgetragen und eingebrannt.

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Die Schlussbehandlung

Die Patina ist fertig und erhält nun eine Schutzschicht aus Antikwachs. So ist die Skulptur für das Aufstellen im Freien gut geschützt.

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Die fertige Patina

Durch das Anwenden verschiedener chemischer Substanzen konnte eine sehr schöne, lebendige Farbgebung erzielt werden.

Herstellung einer Bronzeskulptur

5. Die fertige Skulptur

Airedale Terrier  Bronze Sculpture